Alltag & Herausforderungen

Der echte Morgen: 5 Anker, wenn der Wecker klingelt | Sara Niermann

Der Wecker klingelt. Und jetzt?

5 Anker für deinen Morgen – auch an schweren Tagen.

Es gibt zwei Arten von Morgen. Da ist der Morgen, den wir aus Filmen und Werbespots kennen: Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, man wacht erholt auf, dehnt sich genüsslich und startet mit einem Lächeln in einen Tag voller Möglichkeiten.

Und dann gibt es den anderen Morgen. Den echten Morgen. Den, den so viele von uns kennen. Der Wecker reißt uns aus einem unruhigen Schlaf. Der erste Gedanke ist nicht „Guten Morgen, Welt!“, sondern ein leises Stöhnen. Der Griff zum Handy erfolgt automatisch, die Flut an Nachrichten, E-Mails und negativen Schlagzeilen prasselt auf uns ein, noch bevor wir überhaupt aufgestanden sind. Der Tag hat uns im Griff, bevor wir überhaupt eine Chance hatten, ihn zu gestalten. Wir hetzen, wir reagieren, wir funktionieren. Und am Abend fallen wir erschöpft ins Bett und fragen uns, wo der Tag geblieben ist.

Ich habe unzählige dieser „echten“ Morgen erlebt. Morgen, an denen die Schwere der Depression mich wie eine bleierne Decke im Bett festhielt. Morgen, an denen der Gedanke an die bevorstehenden Aufgaben eine Welle der Überforderung in mir auslöste. Mein Tag war verloren, bevor er überhaupt eine Chance hatte.

„Der Morgen gehört uns. Er ist die einzige Zeit des Tages, die wir wirklich für uns beanspruchen können, bevor die Welt anklopft.“

Doch auf meiner Reise habe ich eine der kraftvollsten Lektionen gelernt: Wie wir diese erste Stunde gestalten, setzt den Ton für alles, was folgt. Ich habe lange experimentiert, bin oft gescheitert, aber habe über die Zeit meine ganz persönlichen Anker gefunden. Fünf einfache, aber wirkungsvolle Rituale, die mir helfen, meinen Tag zu retten – bevor er überhaupt beginnt.

Heute möchte ich diese fünf Anker mit dir teilen. Vielleicht ist einer dabei, der auch für dich zu einem Rettungsboot wird.

Anker 1: Der Treibstoff – Deinen Körper von innen wecken

Was ist das Erste, was du morgens zu dir nimmst? Für die meisten von uns ist es Kaffee. Ein schneller Schock für das System. Aber unser Körper ist nach dem Schlaf dehydriert und schreit nach Nährstoffen, nicht nach Stresshormonen.

Glas mit gelbem PowerCocktail für Energie am Morgen

Mein erster Akt der Selbstfürsorge ist es daher, meinen Körper von innen zu fluten. Noch vor dem ersten Kaffee bereite ich mir meinen FitLine PowerCocktail zu. Dieses Ritual allein hat schon eine meditative Wirkung. Zu sehen, wie das Pulver sich in sonnengelbe, lebendige Energie verwandelt, ist für mich ein visuelles Signal: Ich starte den Tag, indem ich mich um mein Fundament kümmere. Ich gebe meinem Darm die Nährstoffe, die er braucht.

Es ist ein Akt der Wertschätzung für diesen Körper, der mich jeden Tag trägt. Die Energie, die daraus entsteht, ist keine nervöse, zittrige Energie. Es ist eine stabile, grundlegende Kraft, die von innen kommt.

Anker 2: Die Stille – Fünf Minuten, bevor die Welt dich hat

Unser größter Feind am Morgen ist nicht die Müdigkeit. Es ist unser Handy. Mein zweiter Anker ist daher radikal einfach: Fünf Minuten Stille.

Nachdem ich mein erstes Glas getrunken habe, setze ich mich ans Fenster. Ohne Handy. Ohne Laptop. Ich schaue einfach nur nach draußen. Ich beobachte die Wolken, die Bäume, die Vögel. Ich höre auf die Geräusche des erwachenden Tages. Das Ziel ist nicht, den Kopf leer zu bekommen, sondern bei mir selbst anzukommen. Diese fünf Minuten schaffen einen Puffer zwischen dem Schlaf und dem Stress des Tages.

Anker 3: Der Duft – Deine Emotionen gezielt einstimmen

Wusstest du, dass der Geruchssinn unser einziger Sinn ist, der direkt mit dem emotionalen Zentrum unseres Gehirns verbunden ist? Diesen „Hack“ mache ich mir zunutze.

Ätherisches Ölfläschchen in der Hand

Mein dritter Anker ist die emotionale Einstimmung durch einen gezielten Duft. Ich gebe einen Tropfen eines ausgewählten ätherischen Öls von Young Living in meine Handflächen und atme den Duft drei Mal tief ein.

  • An müden Tagen: Ein Tropfen Zitrone oder Pfefferminze. Ein frischer Wind für den Geist.
  • An ängstlichen Tagen: Ein Tropfen Lavendel oder „Stress Away“. Eine sanfte Umarmung für die Seele.
  • An kreativen Tagen: Ein Tropfen Rosmarin.

Es ist, als würde ich den „emotionalen Sender“ für meinen Tag bewusst auf die richtige Frequenz einstellen.

Anker 4: Die Bewegung – Den Körper sanft aktivieren

Mein vierter Anker ist eine kurze, fünf- bis zehnminütige Bewegungseinheit. Und hier kommt für mich oft mein zweites FitLine-Ritual ins Spiel: eine Tasse Tee mit einem Löffelchen Activize für den kleinen Wärme-Kick.

Ob ein paar einfache Yoga-Übungen, simples Dehnen am offenen Fenster oder ein kurzer Spaziergang um den Block: Die Art der Bewegung ist fast egal. Wichtig ist die Handlung an sich. Es durchbricht die physische Lethargie, die oft Hand in Hand mit der mentalen Schwere geht.

Anker 5: Die Intention – Deinem Tag eine Richtung geben

Der letzte Anker ist mein Notizbuch. Ich nehme mir zwei Minuten Zeit, um einen einzigen Satz aufzuschreiben.

  • Eine Dankbarkeit: „Heute bin ich dankbar für…“
  • Eine Intention: „Meine Intention für heute ist…“ (z.B. geduldig mit mir selbst zu sein).
  • Ein kleiner Erfolg: „Mein kleiner Erfolg für heute wird sein…“ (z.B. den Anruf erledigen).

Dieser eine Satz ist mein Nordstern für den Tag. Wenn ich im Laufe des Tages gestresst bin, holt er mich zurück.

Es geht nicht um Perfektion, es geht um Intention

Ich möchte ganz ehrlich sein: Meine Morgenroutine sieht nicht jeden Tag so aus. Es gibt Tage, da schaffe ich nur einen Anker. Und das ist okay. Der entscheidende Unterschied ist die Absicht, gut für dich zu sorgen. An den Tagen, an denen ich nur schaffe, mein Glas zu trinken und einmal tief durchzuatmen, habe ich immer noch mehr für mich getan, als wenn ich direkt zum Handy gegriffen hätte.

Ich lade dich herzlich ein: Was ist dein persönlicher Morgen-Anker? Schreib es mir gerne in die Kommentare. Du hast die Macht, deinen Tag zu verändern. Und alles beginnt mit dem ersten bewussten Atemzug am Morgen.

Alles Liebe,
deine Sara


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